Das ist Internet. Da dümpelt so ein kleines, sport-nerdiges Blog in den Unweiten des Webs umher – wenig auffällig, höchstens ein paar zufällige Googletreffer sorgen für Peaks bei den Visits. Und plötzlich explodieren die Zugriffszahlen. Medien-Blogger Thomas Knüwer macht mit einem Tweet den Anfang: “Was fragen Burdas “Qualitätsmedien” den besten Basketballer der Welt? Ob’s im Bett läuft. Fremdschämen beim @ruhrpoet” und schon ist DasSportWort nicht mehr nur ein Googlezufallstreffer1. Sein Tweet wird geteilt, auch @wasmitmedien2 Wie die Bunte sich im Nowitzki-Gruppen-Interview lächerlich machte hat der @ruhrpoet dokumentiert springt mit auf den Zug auf und ein paar mehr User finden den Weg auf den Artikel und am Donnerstagabend erreichte das Blog mit 677 Visits den größten Traffic seit Bestehen. Womit ich nicht gerechnet habe, es war nicht das Ende der Fahnenstange.
Einige Mediendienste wurden durch Knüwer auch auf den Artikel aufmerksam und 677 Vistis klingen heute fast schon komisch. 6.044 Zugriffe verzeichnet DasSportWort am Freitag, kurz vor dem Wochenende3. Alleine 5.478 davon fallen auf den Artikel “Die ganze Wahrheit über das Nowitzki-Interview”.
Verdanken habe ich diese unglaublichen Zahlen diversen Verlinkungen. So schrieb Bildblog.de über den Text:
“Die ganze Wahrheit über das Nowitzki-Interview” (david-nienhaus.de) David Nienhaus muss sich bei einem Telefoninterview im Konferenzmodus mit Dirk Nowitzki die Fragen der “Bunte” anhören.
Auch der Mediendienstleister Meedia.de berichtete über meinen Artikel und schrieb:
Bei einer Telefonkonferenz mit Basketball-Star Dirk Nowitzki mischte sich diese Woche auch eine Reporterin der Bunten unter die Sportreporter. Statt knallharter Sportfragen zu beantworten, durfte der Basketballer ausführlich über seine Verlobte plaudern.
Wie kommen diese Journalisten nur immer so dicht an die Promis ran, fragt sich ab und zu vielleicht der eine oder andere Leser aktueller Druckerzeugnisse. Ein Geheimnis: mediale Massenabfertigung. Ein beliebtes Mittel ist der telefonische Conference Call. Via Telefonkonferenz wird die Medien-Meute mit einem Star zusammengeschaltet, man darf Fragen stellen, die Redaktion hat die begehrten O-Töne und spart Fahrtkosten, der Promi muss den Medienfuzzis nicht von Angesicht zu Angesicht gegenübersitzen. Alle sind zufrieden. Alle? Nein. Nicht immer.
Dass so eine Telefonkonferenz auch unter der Entfaltung eines gewissen komischen Potenzials schief gehen kann, musste Basketball-Star Dirk Nowitzki diese Woche erleben, als sich eine Reporterin der Bunten telefonisch zwischen die Sportreporter drängelte und das Telefon-System wegen eines Technik-Problems von vielen anderen Medienmenschen keine Wortmeldungen zuließ. Statt der vielen brennenden Fragen zum anstehenden NBA-Finale wurde dann eben geklärt, ob der “Dirkules” mit seiner Verlobten im Garten Basketball spielt. Und ob er beim Antrag auf die Knie gefallen ist. Ist ja auch interessant. Die Antwort auf die Gartenfrage war übrigens: “Nein.” Eine Art Protokoll der missglückten Telefonkonferenz hat Sportreporter David Nienhaus in seinem Blog aufgeschrieben.
Ebenso fand der Text den Weg in einige Foren. Sportforen.de nur als Beispiel:
“David Nienhaus von “Der Westen” berichtet von der Telefonkonferenz mit Nowitzki, bei der er die Fragen der “Bunte”-Reporterin mitbekam. Und hier das Interview, das er dann selbst führte. Nichts Neues, aber wer mal etwas auf Deutsch lesen will, kann das dort.”
Ich würde mich freuen, wenn einige der über 6000 User ab und an mal wieder vorbeischauen und nicht nur zufällige über Googletreffer auf DasSportWort stoßen.












meedia: “Statt knallharter Sportfragen” – hahaha, seit wann werden knallharte Sportfragen gestellt?
Fragen zu Themen wie Korruption oder vllt. Doping könnten knallhart sein, aber 99% der Sportjournalisten fassen solche Themen ja erwiesenermaßen nicht mal mit der Kneifzange an…